Wissenschaftsprojekte
Vogel Studie
Demenz aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet „weg vom Geist“ oder auch „ohne Geist“, womit schon das wesentliche Merkmal einer Demenz beschrieben wird. Der oft langsam zunehmende Verlust kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten ist in den meisten Fällen auf Störungen im Gedächtnis zurückzuführen. Demenz ist dabei der Oberbegriff für mehr als 50 verschiedene Erkrankungsformen.
Eine möglichst frühe Diagnose und Behandlung helfen dabei, den Verlauf der Krankheit durch eine passende Therapie hinauszuzögern und Lebensqualität zu erhalten.
Privatdozent Dr. med. Martin Lauer ist zusammen mit Privatdozent Dr. Polak, Prof. Herrmann, Prof. Deckert und den weiteren Mitarbeitern des Vogel-Teams an der seit 2010 von der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp finanzierten Kohorten-Studie „Vogel Studie“ zur Früherkennung von Demenzerkrankungen beteiligt gewesen. Die intensive Forschungsarbeit geht weiter.
Die Folgestudie wird sich mit der Frage beschäftigen, ob und wie der Ausbruch von demenziellen Entwicklungen durch Früherkennung und Sekundärprävention um viele Jahre in spätere Lebensdekaden geschoben werden kann. Weitere Informationen finden Sie in unserer Demenzbroschüre.
Car-T-Zelltherapie
Die Vogel Stiftung verleiht 2012 erstmals und seit 2024 jährlich das Deutschlandstipendium an vielversprechende Student:innen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Die Finanzierung der Vogel Stiftung wird durch den Bund, wie im Deutschlandstipendium üblich, gedoppelt und kommt den Student:innen zugute.
Wübota
Bei Digitalisierung und künstlicher Intelligenz (KI) wird ein Großteil der Innovationen in den USA umgesetzt – ein Grund für die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp, diese Forschungsbereiche vor der eigenen Haustür zu fördern. Deshalb wird die Stiftung drei Jahre lang mit insgesamt 190.000 Euro die angewandte Forschung und Entwicklung des Centers für Künstliche Intelligenz (CAIRO) an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) unterstützen. Die erste große Anschaffung ist ein in Deutschland gefertigter humanoider Roboter mit dem Namen „Wübota“, was die Verbundenheit mit der Region zeigen soll.
„Digitalisierung durchdringt alle unsere Lebensbereiche. Gepaart mit der starken Dynamik in der KI-Entwicklung beginnt eine neue Phase der Mensch-Maschine-Beziehung“, ist Dr. Gunther Schunk überzeugt. Der Vorstandsvorsitzende der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp weiter: „Forschung wird uns helfen, diesen Prozess zu verstehen und für den Menschen positiv zu gestalten. Genau deshalb unterstützt die Vogel Stiftung ganz im Sinne unseres Stifters den Kompetenzaufbau im CAIRO der THWS.“
Obwohl es bis zur Lieferung des Roboters noch etwas dauern wird, traf sich Dr. Schunk schon zur Spendenübergabe mit Vertretern der THWS. „Unser ausdrücklicher Dank gilt der Vogel Stiftung für ihre Unterstützung“, betont THWS-Präsident Prof. Dr. Jean Meyer. Altpräsident Prof. Dr. Dr. h. c. Robert Grebner freut sich ganz besonders über die Spende der Stiftung, denn als CAIRO-Forschungsprofessor wird er das Wübota-Projekt leiten. Der humanoide Roboter wird vom deutschen Roboterhersteller Neura in Metzingen produziert. „Die Maschine ist 180 cm groß und 80 kg schwer und kann damit Menschen beim Erledigen ihrer Aufgaben in allen Lebensbereichen unterstützen – wenn sie mit KI-Software ausgestattet ist, die auch selbstständig Aufgaben erkennt, spontan und eigenständig Lösungen entwickelt und umsetzt“, erläutert Prof. Dr. Dr. h. c. Grebner die anspruchsvolle Zielsetzung.
SHIFT – Institut für die Digitale Gesellschaft gUG
Das Institut für Digitale Gesellschaft (SHIFT) ist ein „Think and Do Tank“ aus Mainfranken für Bayern und darüber hinaus. Das Institut schließt eine Lücke: Es gibt zwar zahlreiche gesellschaftsorientierte Think Tanks zu Digitalisierungsfragen auf EU- und Bundesebene sowie wenige auf Landesebene, aber bislang keinen regional verwurzelten Bottom-up-Think-Tank, der zugleich konkrete soziotechnische Lösungen entwickelt.
Im „Think“-Teil erstellt SHIFT anwendungsnahe, transdisziplinäre Studien zu bislang unbearbeiteten Themen der digitalen Gesellschaft – etwa zur Digitalisierung kommunaler Selbstverwaltung, zu Robotik in der häuslichen Pflege oder zum Einsatz von KI in der politischen Debatte auf lokaler/regionaler Ebene. Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung, Wirtschaft, sozialen Sektor und Zivilgesellschaft, unter Einbindung relevanter Stakeholder und punktueller wissenschaftlicher Expertise.
Im „Do“-Teil berät SHIFT zu neuen KI-Systemen (technisch, ethisch, rechtlich) inklusive Risk Assessment im Sinne der KI-Verordnung („KI-TÜV“) und bietet KI-Kompetenzschulungen an. Zudem unterstützt es die Digitalisierung von Prozessen vor allem im öffentlichen, sozialen und zivilgesellschaftlichen Sektor, entwickelt soziotechnische Demonstratoren (z. B. einen Chatbot zu Kommunalpolitik, eine InfoApp wie Molo.news, lokale Bürgerräte), skaliert regional erprobte Lösungen (z. B. BikeBox Bamberg/Nürnberg) und schafft digitale Kulturzugänge zur Teilhabeförderung (z. B. AR-Stolpersteine). Auch der Vertrieb eigener Entwicklungen wie einer KI-basierten CO2-Mobilitätserfassung oder eines Emotionserkennungs-Handschuhs gehört dazu.
Forschergruppe Protein Engineering
2026 ermöglichte die Vogel Stiftung den Start einer Nachwuchsforschergruppe „Protein-Engineering für Zelluläre Immuntherapien“ am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Hudecek.
Childhood House






