Mit einer maßgeblichen Förderung unterstützt die Stiftung das Leuchtturmprojekt KIPS der Universitätsklinik Würzburg zur Entwicklung einer skalierbaren Trainingsplattform auf Basis von Large Language Models.

Bild: Im Projekt KIPS führen Studierende die Gespräche vor einem PC, Tablet oder Smartphone mit virtuellen Patientinnen und Patienten, die den Eindruck erwecken, per Video zugeschaltet zu sein. © Projekt KIPS / Alexander Zamzow
Die Vogel‑Stiftung Dr. Eckernkamp fördert das Projekt KIPS (KI‑basierte Patientensimulation) der Universitätsklinik Würzburg mit 25.000 Euro. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und wissenschaftliche Validierung einer digitalen Trainingsplattform, die ärztliche Kommunikationskompetenzen mittels KI‑simulierter Patientengespräche skalierbar und metrikbasiert trainierbar macht. Das Vorhaben startet mit der Weiterentwicklung eines im Hackathon entstandenen Prototyps und beginnt im Januar 2026; eine Pilotstudie zur Evaluation ist für den Herbst 2026 vorgesehen.
KIPS bildet eine wichtige Ergänzung zu klassischen Simulationsformaten, da die KI‑gestützte Lösung hohe Skalierbarkeit und kontinuierliches Training ermöglicht, ohne die bewährte Rolle von Schauspielpatientinnen und ‑patienten ersetzen zu wollen. Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist das automatisierte, datenbasierte Feedback, das Lernende konkret in ihren kommunikativen und klinischen Entscheidungen reflektieren lässt. Neu ist außerdem der longitudinale Aufbau: Studierende können virtuelle Patientinnen und Patienten über mehrere Visiten begleiten und die Auswirkungen klinischer Maßnahmen nachvollziehen. Damit bietet KIPS nicht nur Vorteile für die ärztliche Ausbildung, sondern ist langfristig auch für weitere Gesundheits‑ und Heilberufe wie die Hebammenwissenschaft als Trainingsangebot vorgesehen.
„Bei KIPS geht es nicht darum, Gespräche mit (Schauspiel-)Patienten in der medizinischen Ausbildung zu ersetzen – diese werden immer die wichtigste Säule des Anamnesetrainings bleiben. Wir wollen jedoch aufzeigen, welche zusätzlichen Möglichkeiten die Technologie bietet, insbesondere in Bezug auf Skalierbarkeit, strukturiertes Gesprächsfeedback und das Bewusstsein für die Auswirkungen des eigenen Handelns“, erklärt Alexander Zamzow, ärztlicher Projektleiter „KIPS“ an der Lehrklinik Würzburg, die didaktische Innovation.
Das Projekt wird multizentrisch umgesetzt: Neben dem Institut für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) wirken die Technische Universität München (TUM) am Campus Heilbronn sowie KI‑Expert:innen des Inselspitals Bern (Schweiz) mit. Parallel zur Förderung durch die Vogel Stiftung wird der Projektarm am Campus Heilbronn durch den TUM Incentive Fund unterstützt, was den regionalen und fachübergreifenden Transfer der Ergebnisse erleichtern soll.
„Wir unterstützen die wirkungsvolle Nutzung von KI in der medizinischen Ausbildung, weil wir hier große Chancen sehen, schnell und flächendeckend Fortschritte umzusetzen. KIPS ist ein Paradebeispiel für Geschwindigkeit und kompetente Innovation“, so Dr. Gunther Schunk, Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp.
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