Interview: Drei Fragen an den Stifter

Der Forschungsförderpreis
der Vogel Stiftung

 

Was ist der Forschungsförderpreis?
Dieser Förderpreis unterstützt generell die wissenschaftlichen Forschungen an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Der Preis soll einerseits durch den finanziellen Beitrag gewährleisten, dass erwiesenermaßen hochtalentierte Forscher in ihrem Forschungsvorhaben unterstützt werden, um wirtschaftlich unabhängig am Projekt weiterarbeiten und notwendige Forschungsnetzwerke knüpfen können. Andererseits soll der Preis durch die Auszeichnung Öffentlichkeit schaffen und durch das Renommee Ansporn und weitere Unterstützung erzeugen. Damit möchte die Vogel Stiftung die Entwicklung wissenschaftlicher Exzellenz an der Alma Julia mit vorantreiben. Im Vordergrund steht der Impuls, der durch die Vergabe des Förderpreises ausgelöst wird. Das passt trefflich zum Motto der Vogel Stiftung „Stiften heißt anstiften“.


Wie kamen Sie auf die Idee?
Forschung zu fördern macht Spitzenleistungen sichtbar! Dies bewegt Forschung zu neuen Errungenschaften und ist damit die gesellschaftliche Grundlage von morgen. Ich bin sicher, dass wir das Morgen gestalten müssen und dass die Vogel Stiftung dabei helfen kann. Bis dato fand die Verleihung im Rahmen eines Konzerts des Würzburger Monteverdichors in der Neubaukirche der Alma Julia statt. Das ist eine sehr wichtige Veranstaltung für den Forschungsförderpreis. Gerne lade ich alle Interessierten zur Preisverleihung am 12. Juni 2016 ab 15:00 Uhr in die Neubaukirche ein. Der Eintritt ist frei.


Was soll bewirkt werden?
Mit dieser Förderung erhöhen auch wir die Popularität der Forschung und die Attraktivität des Wissenschaftsstandorts Würzburg und stärken damit letztlich seine Forschungsqualität. Zudem ist klar: Ohne solche Spitzenleistungen, die gefördert werden müssen, wird Deutschland international nicht mithalten können. Die Höhe der jährlichen Unterstützung beträgt 25.000 Euro. Die Förderung begann 2014.

 

Der Forschungsförderpreis des Unibundes der Universität Würzburg, verliehen durch die „Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp“, ging im Jahr 2019 an das Forschungsprojekt „Identifizierung und funktionelle Charakterisierung des funktionellen Analogons zum immunsuppressiven Molekül CTLA-2“ vom Institut für Virologie und Immunologie an der Universität Würzburg.

 

2018 wurde der fünfte Forschungsförderpreis an Dr. Astrid Carolus verliehen. Die Verleihung desmit 25.000 Euro dotierten Preises fand am 14. November 2018 in der Neubaukirche im Rahmen des Unibund-Festkonzertes statt. Die Würzburger Forscherin erhält den Preis für ihre Grundlagenforschungen zur Medienkompetenz vor allem bei Kindern. Ausgezeichnet und gefördert wird das medienpsychologische Projekt „Digitalkompetenz in Schulen. Analyse digitaler Nachrichten- und Informationskompetenzen als Basis der Entwicklung digitaler Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern“, das am Institut Mensch-Computer-Medien an der JMU erforscht wird.

 

Die Ausschreibung für den vierten Förderpreis ist abgeschlossen. Die Preisverleihung hat am 8. November 2017 in der Neubaukirche stattgefunden. In diesem Jahr erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis Prof. Dr. Jürgen Schneider-Schaulies mit seinem Team. Ausgezeichnet und gefördert wird das Projekt „Analyse transkriptioneller Veränderungen in T-Lymphozyten nach Behandlung mit Sphingomyelinase-hemmenden Antidepressiva“, das am Institut für Virologie und Immunbiologie an der Uniklinik Würzburg erforscht wird.

Bereits zum dritten Mal verlieh die Vogel Stiftung 2016 den Forschungsförderpreis. Preisträger 2016 waren Dr. Tobias Grundgeiger, vom Institut Mensch-Computer-Medien an der Universität Würzburg, sowie Prof. Dr. Thomas Wurmb und FOA Oliver Happel, beide von der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Würzburg. Ausgezeichnet wurden sie für ihr interdisziplinäres Forschungsprojekt „Klinische Evaluierung und Weiterentwicklung einer tabletbasierten App für die Dokumentation von innerklinischen Reanimationen“. Für die Zukunft erhofft man sich, dass deutschlandweit Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen von ihrem System profitieren können.


Den zweiten Forschungsförderpreis erhielt 2015 das Forschungsprojekt des Medienpsychologen Prof. Dr. Frank Schwab mit dem Titel „Mobile Media - Smart Devices for Smart Use?“ Der Wissenschaftler freut sich über die Auszeichnung: „Mit Hilfe der Stiftung werden wir erforschen, wie unterschiedliche Nutzer mobiler Geräte ihren mentalen Aufwand gestalten, um sich Informationen anzueignen. Dies legt einen Grundstein zur angemessenen Gestaltung moderner digitaler Wissenskommunikation. Dafür ganz herzlichen Dank!“

Erster Preisträger war Prof. Dr. Thomas Hünig. Bereits nach einem Jahr präsentierten die Würzburger Forscher erste Ergebnisse:
„Wir erwarten von unserer kürzlich im Fachjournal Blood veröffentlichten Methodik eine deutliche Verbesserung von Diagnostik und zellvermittelter Therapie. Diese Entwicklung wäre ohne die Unterstützung der Vogel Stiftung nicht möglich gewesen.“

Der Forschungsförderpreis wurde erstmals im Jahr 2014 verliehen. Die Stiftung förderte ein Projekt in der Tumorforschung. Eine Impfung gegen Krebs gilt den Forschern der Universität Würzburg, die an diesem Projekt arbeiten, als Fernziel. Die ersten Schritte in diese Richtung konnte die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp mit begleiten und bei der Bekämpfung dieser Krankheiten einen Grundstein legen, denn die Forschungen sind vielversprechend.

 

Vogel Stiftung Forschungsfoerderpreis 2018 1

Forschungsförderpreis 2018
(PDF-Download)

 

Forschungsförderpreis 2017 (PDF-Download)

Forschungsförderpreis 2017
(PDF-Download)

 

Übergabe des Forschungsförderpreises 2016 an Dr. Tobias Grundgeiger (3. v. li.) und Oliver Happel (2. v. re.), Prof. Dr. Thomas Wurmb (nicht im Bild)

Übergabe des Forschungsförderpreises 2016 an Dr. Tobias Grundgeiger (3. v. li.) und Oliver Happel (2. v. re.), Prof. Dr. Thomas Wurmb (nicht im Bild).

 

 

  Übergabe des Forschungsförderpreises 2015 an Prof. Dr. Frank Schwab (Mitte) und Dr. Astrid Carolus

Übergabe des Forschungsförderpreises 2015 an Prof. Dr. Frank Schwab (Mitte) und Dr. Astrid Carolus.

 

 

Übergabe Nobelpreisträgerlehrpfad

 

 

 

 

Übergabe Nobelpreisträgerlehrpfad